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FAQ: Was ist Radikalkritik?
| Acht radikalkritische These

Der zeitversetzte Jesus.
Lena Einhorns Buch: "A Shift Of Time."

Lena Einhorn hat sich in Schweden als Dokumentarfilmerin einen Namen gemacht. In Deutschland ist sie durch das Holocaustbuch: Ninas Reise: wie meine Mutter dem Warschauer Ghetto entkam, bekannt geworden. Im letzten Jahrzehnt rückte die Geschichte des frühen Christentums in den Fokus ihres Interesses.  2006 erschien ihr Buch The Jesus Mystery,  das in deutscher Übersetzung unter dem Titel Das Rätsel von Damaskus: waren Jesus und Paulus ein und dieselbe Person?  2007 im Heyne-Verlag  erschienen ist. Seit  2010 hielt sie auf den jährlichen Tagungen der SBL eine Reihe von Vorträgen, in denen sie eine  neue Hypothese zur Entstehung des frühen Christentums vorstellte. Die Summe ihrer bibelkritischen Arbeit findet sich in ihrem 2016 erschienenen Buch: A Shift of Time. How Historical  Documents reveal the surprising truth about Jesus.... Weiterlesen

 

    

Bücher,

 die ich immer schon vorstellen wollte. Zeit wird's. Zur Orientierung jeweils ein paar kurze Kommentare: 

Man sollte sich durch den Umfang (700 Seiten) nicht abschrecken lassen. Das Buch ist voluminös, aber (eine gewisse Allgemeinbildung  vorausgesetzt) nicht "schwer", will sagen, verständlich geschrieben und spannend zu lesen. Harald Specht nimmt verschiedene Fäden der abendländischen Kultur- und Religionsgeschichte auf und verfolgt sie bis in die Gegenwart hinein. Besonders interessant: die Nahtstellen, bei denen sich Heidnisches in Christliches wandelt. Die Fülle des gesammelten Materials ist überwältigend.

 

Die Frage nach der Existenz einer Stadt mit Namen Nazaret am Anfang der christlichen Zeitrechnung ist keine historische Nebenfrage. Sie ist zugleich die Frage nach der Existenz eines Mannes, der von seinen Anhängern als Jesus von Nazaret bezeichnet wurde. Kann man noch an der Glaubwürdigkeit der Evangelien und ihrer Verfasser festhalten, wenn sie an diesem zentralen Punkt der Geschichtsfälschung überführt wurden? René Salms Buch ist nicht nur historisch solide und mitreißend geschrieben. Kapitel für Kapitel wird klar: Es geht ums Ganze.

Jesus aus dem Blickwinkel des Historikers. Gediegen, kritisch, wenngleich nicht "radikalkritisch".

Die schwedische Dokumentarfilmerin Lena Einhorn untersucht die Parallelen zwischen neutestamentlichen Stellen und Josephus. Ihr Ergebnis: Die Evangelisten haben die von Josephus überlieferten Ereignisse in die Vergangenheit projiziert. 

Homepage der Autorin: www.lenaeinhorn.se

Weiterhin möchte ich auf das Buch umfangreiche Jesus-Buch der Norwegerin Anne Skjønsberg aufmerksam machen:

Für Anne Skjønsberg ist eine Entstehung der christlich-kanonischen Schriften zweifelhaft - auch die des Corpus Paulinum!  

Die Apokalypse, rein historisch betrachtet.

Etwas außerhalb der radikalkritischen Thematik, aber trotzdem interessant, Westhausens E-Book über den Islam:


Die Entstehung der Weihnachtsgeschichte aus dem Geist der frühchristlichen Theologie

17. 12. 2015   Anhand der Weihnachtsgeschichte lässt sich besonders gut zeigen, dass wir zum Verständnis der Evangelienerzählungen keine historische Jesusgestalt benötigen und dass wir in theologischer Hinsicht keinerlei Verlust erleiden, wenn wir sie konsequent symbolisch deuten. Eigentlich sollte man meinen, die Einsicht, dass an der Weihnachtsgeschichte nichts Historisches sei und somit jede Suche danach vergebliche Liebesmüh’ darstellt, habe sich mittlerweile herumgesprochen und müsse sich – zumindest für Menschen, die dem Märchenalter entwachsen sind und zwischen Realität und Poesie zu unterscheiden gelernt haben – inzwischen von selbst verstehen... 

Weiterlesen: Als pdf-Datei oder auf dem Radikalkritik-Blog (mit Kommentar-Funktion)


Die "Bekenntnisse" des Augustinus - eine Fälschung?

Hermann Detering führt den Nachweis, dass die weltberühmte "Autobiographie" des spätantiken Kirchenvaters wohl erst im Mittelalter entstanden ist

Aschaffenburg (ots) - Augustinus (354-430) gilt als bedeutendster Kirchenlehrer, seine "Bekenntnisse" gehören als autobiographischer Text zur Weltliteratur. In seinem soeben erschienenen Buch "O du lieber Augustin" stellt der promovierte Theologe Hermann Detering nun die Echtheit des Werkes in Frage    
                                        

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Authentizität der außerchristlichen Jesuszeugnisse

Erheblicher Zweifel

(hpd) Der promovierte Theologe Hermann Detering nimmt in “Falsche Zeugen. Außerchristliche Jesuszeugnisse auf dem Prüfstand” eine Textanalyse historischer “Kronzeugen”-Dokumente vor. Dass es erhebliche Zweifel an der Authentizität dieser geschichtlichen Quellen gibt, wird mit großer Akribie belegt, wobei bereits der geringe Aussagewert der Inhalte ein Grund genug für erhebliche Skepsis ist.

Die Christen feiern am 24. Dezember die Geburt Jesu. Die Angaben zur Zeit werden mit “nach Christus” bzw. “vor Christus” beziffert. Dies legt jeweils ein genaues Wissen um den geschichtlichen Jesu nahe... Weiterlesen


Jesus – Mythos und Wahrheit

Die Bibel sagt uns, dass Jesus Gottes Sohn auf Erden gewesen ist. Er wurde in einem Stall geboren, von seiner jungfräulichen Mutter. Ein Mythos, der an Weihnachten in den Kirchen als Krippenspiel aufgeführt wird und sich seit dem Ende des ersten Jahrhunderts nach Christus verbreitet und in der Welt gehalten hat. Jeder kennt die Geschichten, die in der Bibel stehen. Doch wie viel davon ist wahr?

Hat Jesus wirklich gelebt? Und wenn ja, wie hat das Leben des historischen Jesus dann ausgesehen? Hat er wirklich Wunder vollbringen können? Woher kommt die Geschichte, dass Jesus von den Toten wieder auferstanden sei? Was können wir heute überhaupt über ihn wissen und welche Quellen geben uns Aufschluss über sein Leben?

Diese und andere Fragen diskutiert Guido Knopp mit seinen Gästen, der Theologin Annette Merz und den beiden Theologen Klaus Wengst und Hermann Detering, am Sonntag, 21. Dezember, um 13 Uhr in History Live bei phoenix.
 

Die ganze Sendung auf Youtube

 



Bilike Argumente

20. 10. 2014 - Ich hatte bereits vor längerer Zeit auf die Rezension meines Buches Falsche Zeugen durch Ronald Bilik (in FreidenkerIn 4/11) hingewiesen. Da Freunde mich darum baten, etwas näher darauf einzugehen, komme ich mit gewisser Verspätung noch einmal in ausführlicherer Form darauf zurück.

Wenn ich Bilik recht verstehe, ist der in meinem Buch betriebene Aufwand einer Zeugenbefragung zur Feststellung der historischen Existenz des Mannes aus Nazareth im Grunde vergeudete Zeit. Um zu erkennen, dass Jesus wirklich gelebt hat, bedarf es lediglich eines flüchtigen Blicks in die Evangelien: „Eine Figur, die den Weltuntergang für das Jahr 30 vorhersagt,“ so Bilik kategorisch, „kann aus logischen Gründen nicht Jahrzehnte später erfunden werden.“ Für Bilik ist also „die historische Existenz eines Jesus von Nazareth … unabhängig von den Nachrichten anderer antiker Autoren“ allein aufgrund dieser Überlegung eine gesicherte Tatsache (S. 34)....    

Weiterlesen                                        

 


"Jesus - entschleiert" - Buchhinweis

5. November 2014 Von der niederländischen Psychologin Riet Okken ist soeben ein Buch erschienen, auf das ich an dieser Stelle gerne hinweise. Der Titel "Jezus ontsluierd" ("Jesus - entschleiert") erinnert an die entschleierte Isis der Helena P. Blavatsky. Okkens Buch beginnt mit dem "Mischmasch aus Mythos und Geschichte" und schließt - wie es sich für eine Psychologin nun einmal gehört - mit der "psychologischen und spirituellen Entschleierung" des Jesus-Phänomens. Zwischendurch und immer wieder wird auch Esoterisches gestreift. Alles in allem, eine  sehr anregende Lektüre - für alle, die sich gut auf Holländisch verstehen.


Das Johannesevangelium: Kontext und Verfasserschaft

16. September 2014 - In seiner Analyse des Johannesevangeliums bietet Stuart G. Waugh eine Reihe perspektivenreicher Einblicke in die Welt des frühen Christentums. Aufbauend auf den Arbeiten von Joseph Turmel und  Roger Parvus gelangt Waugh zu einer aufschlussreichen Standortbestimmung des vierten Evangeliums vor dem Hintergrund der theologischen Auseinandersetzungen des 2. nachchristlichen Jahrhunderts.

Originell und sehr anregend ist vor allem Waughs Interpretation des im Johannesevangelium verschiedentlich erwähnten Aposynagogos, d.h. des Synagogenausschlusses. Für Waugh handelt es sich dabei lediglich um eine historische Metapher. Mit ihr bezieht sich der Verfasser in Wahrheit auf den Konflikt zwischen den Marcioniten und Katholiken des 2. Jahrhunderts.

Den Artikel von Stuart G. Waugh finden Sie hier.


 

Neu: Bruno Bauer, Kritik der paulinischen Briefe - Mit einem Nachwort von Hermann Detering (Kommentierte Kindle-Klassiker der Radikalkritik) [Kindle Edition]

             

Die Texte sind ungekürzt, Rechtschreibung und originale Seitenangaben wurden beibehalten [folgende Seiten in eckigen Klammern]. Die digitale Suchfunktion ersetzt das Register und ermöglicht eine schnelle Recherche. Die Umwandlung von Fraktur in Antiqua dient der besseren Lesbarkeit.


A Dialogue Concerning the Two Chief Systems Regarding Paul

Peter Kirby

A conversation between Hermann Detering and one of his critics has been rediscovered and arranged here. It bears the title, added at a later date, “A Dialogue Concerning the Two Chief Systems Regarding Paul,” which must be understood as a dispute arising over the authenticity of the letters attributed to the apostle Paul. - See more here
 


Zur Aufhellung der Christusmythologie

11. Oktober 2013 - Es steht zu befürchten, dass der Name Arthur Heinrich Böhtlingk (1849 - 1929) heute für viele kein Begriff mehr ist. Böhtlingk war Literaturhistoriker und Verfasser eines zur damaligen Zeit viel gelesenen Werks über Napoleon Bonaparte.  Er lehrte an der Universität Karlsruhe und war somit Kollege von Arthur Drews, dem Verfasser der Christusmythe. Sein Aufsatz Zur Aufhellung der Christusmythologie, der hier erstmalig veröffentlicht wird, ist eine einfühlsame Verteidigung des bekannten Leugners der Historizität Jesu und gleichzeitig ein engagiertes Plädoyer für die akademische Freiheit. Die ist keineswegs nur durch Zensur und Schreibverbot, sondern auch durch Denkverbote, durch Ignoranz und - durch schlichte Dummheit gefährdet. Bis heute. Insofern kann man aus dem Aufsatz immer noch eine ganze Menge lernen. Nur dass sich die Mittel und Methoden, sich unliebsame Meinungen vom Hals zu halten, heute ein wenig verändert haben und inzwischen subtiler sind als damals. Hat man doch inzwischen gelernt, gar nicht erst auf sie zu reagieren.

Der Aufsatz wurde mir von Herrn Helmut Kunkel aus Jestetten zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank! 

Zur Aufhellung der Christusmythologie



Jesus versus Jaldabaoth –
Gnostische Elemente in den Paulusbriefen


Die vorliegende kleine Schrift zieht die Konsequenz aus zwei Beobachtungen:
1. Gnosis ist ein Phänomen des 2. nachchristlichen Jahrhunderts (moderne Forschung).
2. Die Paulusbriefe sind gnostisch beeinflusst (Religionsgeschichtliche Schule).
Als notwendige Schlussfolgerung ergibt sich, dass die gnostischen Elemente entweder später eingefügt wurden bzw., da dieses nicht möglich ist, dass die paulinischen Texte aus dem 2. nachchristlichen Jahrhundert stammen.
Da die zweite These von heutigen Theologen (aus guten Gründen, d.h. um eben jene Schlussfolgerung zu vermeiden) in Frage gestellt wird, soll die Beeinflussung durch die mythologische Gnosis des zweiten Jahrhunderts in Auseinandersetzung mit modernen Forschungspositionen an drei zentralen Beispielen nachgewiesen werden: Phil 2:6-11 („Christushymnus“), 1 Kor 2:6-81 („Herrscher dieser Weltzeit“) und Kor 15:8 (Paulus als „Fehlgeburt“). Dabei zeigt sich:
1) Im „Christushymnus“ ist, wie hier erstmals behauptet wird,  Jesus Anti-Typus des gnostischen Gottes Jaldabaoth;
2) mit den „Herrschern dieser Weltzeit“ in 1 Kor 2:6-8 sind die Archonten des gnostischen Mythos gemeint;
3) 1 Kor 15:8 ist Bezugnahme auf einen in der Gnosis geläufigen Topos.

Jesus versus Jaldabaoth – Gnostische Elemente in den Paulusbriefen. Als pdf


1. Juli 2013 Anbei ein kleines Schmankerl für die "Chronologen" unter den Radikalen. Edwin Johnsons Aufsatz ist schwer zugänglich wird hier erstmals ins Netz gestellt. Ich muss allerdings einräumen: Persönlich fällt es mir nicht immer leicht, mich in die  Geisteswelt des späten Johnson hineinzuversetzen...

Edwin Johnson, "The True History of the Bible", in The
Agnostic Annual, 1894


Jesus Barabbas

17. März 2013:  In diesen vorösterlichen Tagen habe ich, gerade noch zur rechten Zeit, ein „Osterei“ entdeckt: die erste deutsche Übersetzung des Aufsatzes „Jésus Barabbas“ von P.-L. Couchoud und R. Stahl (1930). Sie stammt von meinem langjährigen Freund und Mitstreiter Frans-Joris Fabri und wurde bereits 2007 abgeschlossen. Erst jetzt bemerkten wir, dass sie jahrelang auf der Festplatte gelegen hatte und noch nicht auf der radikalkritik-Seite, für die sie bestimmt war, veröffentlicht worden war.

In einer Zeit, in der manche „Mythizisten“ meinen, sie hätten das Rad neu erfunden, ist es vielleicht nicht ganz unwichtig, von Zeit zu Zeit auf die Quellen hinzuweisen, aus denen sie schöpfen. Bleiben wir bescheiden. Wir stehen auf den Schultern großer und genialer Vorgänger. Viel Wichtiges wurde schon gesagt. Mitunter besteht unsere ganze Originalität nur darin, an etwas erinnert zu haben, was ohne uns vielleicht in Vergessenheit geraten wäre. Dass manch gute alte Idee einer zeitgemäßen Auffrischung oder gründlicher Revision bedarf, steht auf einem anderen Blatt. Also keine Angst: Unsere Kreativität, unsere Fantasie, unsere Kompetenz sind nach wie vor gefragt. Je mehr wir davon haben, desto offener werden wir mit den von uns benutzten Quellen umgehen und auch andere daran teilhaben lassen ...

Hier also das "Osterei" (pdf).

Wer mehr über die Person des Verfassers, den 1959 verstorbenen französischen Radikalkritiker, Philosophen, Schriftsteller und Arzt Paul-Louis Couchoud wissen  möchte, sei auf den schönen englischen Wikidpedia-Artikel  verwiesen (eine pdf-Datei der maßgeblichen Version vom 11. März 2013 finden Sie auf dem Server dieser Seite hier). Schön wäre es , wenn es auch einen deutschen Wikipedia-Artikel über den genialen Franzosen und sein Werk gäbe!

HD


16. März 2013: Auf seiner Webseite hat der Chronologiekritiker und Autor Uwe Topper mein Buch: Falsche Zeugen besprochen. Die Rezension können Sie hier (Seite "chronologiekritik") bzw. hier (Seite "radikalkritik") lesen. HD

Siehe auch SYNESIS-Magazin Nr. 2/2013: http://www.efodon.de/html/publik/sy/sy.html


"It's only words"

Von Hermann Detering, 2013

Price, Robert M. (2011): The Amazing Colossal Apostle: The Search for the Historical Paul. The Search for the Historical Paul: Signature Books.

Wir mussten lange warten. Immer wieder wurde es angekündigt, immer wieder wurde der Termin der Veröffentlichung verschoben. Ende 2012 war es dann soweit. Unsere Geduld wurde belohnt. Der Kinovorhang öffnete sich, ein Raunen ging durch den Saal:
Price-Production proudly presents „The Amazing Colossal Apostle.“ Womit sich gleich am Anfang die Frage nach dem Starring stellt. In der Rolle des großen Apostels sehen wir – ja wen eigentlich? Geduld, lieber Leser, soweit sind wir noch nicht. Der Reihe nach…   

Weiter
 

Leseprobe

Robert M. Price, The Amazing Colossal Apostle: The Search for the Historical Paul. Signature Books, Salt Lake City, 2012.


Zwei neue Jesus-Bücher:
Thomas L. Brodie: Beyond the Quest for the
Historical Jesus

Paul J. Weiland: Ein Messias aus Galiläa


Ein neues Jesusbuch, in dem nicht nur die historische  Existenz des Mannes aus Nazareth, sondern auch die Echtheit sämtlicher Paulusbriefe bestritten wird. In dem überdies die These vertreten wird, dass Christus als "Ikone Gottes" zu begreifen sei und uns in literarisch-poetischer Form eine Anschauung vom Unanschaulichen vermittelt. -  Keine Angst, ich habe kein neues Buch geschrieben (jedenfalls keines zu diesem Thema). Das Buch stammt vielmehr aus der Feder des  irischen Bibelwissenschaftlers Thomas L. Brodie. Der Autor ist  nicht irgendwer, sondern Mitglied des Dominikaner-Ordens und Direktor des "Dominican Biblical Center" in Limerick/Irland. In seinem Buch schildert er, in Form eines Berichts über eine persönliche 40-jährige  Entdeckungsreise, seinen Weg  vom historischen zum rein symbolischen Verständnis der Evangelien und deren Hauptfigur... weiter 

Außerdem: It makes sense


I don’t think, however, that in another 20 years there will be a consensus that Jesus did not exist, or even possibly didn’t exist, but a recognition that his existence is not entirely certain would nudge Jesus scholarship towards academic respectability.

Philip Davies, Emeritus Professor of Biblical Studies at the University of Sheffield,


Neu: Rekonstruktion der marcionitischen Fassung des 1. Korintherbriefs

von Stuart G. Waugh:

1) Marcionite 1 Corinthians Interlinear - Reconstruction

2)
1 Corinthians – Catholic additions

Stuart Waught's Blog Origins, the 2nd Century

Besonders hinzuweisen ist auf den am 19. März 2013 erschienenen Beitrag über die Arbeit des katholischen Redaktors:

Notes on 1 Corinthians and the Catholic editor. The Catholic Editor and other rambling thoughts


Bruno Bauer: "Christus und die Caesaren" in der kindle-edition

Bruno Bauer (1809-1882) gilt als Enfant terrible unter den Theologen des 19. Jahrhundert und als Wegbereiter der radikalkritischen Schule. In seinem Werk bestreitet er sowohl die historische Existenz Jesu von Nazareth wie die Echtheit sämtlicher Paulusbriefe. In dem 1877 entstandenen und 1879 in zweiter Auflage erschienenen Buch „Christus und die Caesaren“ zeichnet Bauer die Entstehung des Christentums vor dem Hintergrund der römischen Kaisergeschichte des 1. und 2. Jahrhunderts. Das Werk gibt eine abschließende Zusammenschau seiner Ideen und gilt als Klassiker der Radikalkritik.

Die kindle-Ausgabe des Buches enthält weiterhin meinen Aufsatz über „Bruno Bauers theologische Erben“. Er entstand aus Anlass des 200. Geburtstags Bruno Bauers im Jahre 2009 und skizziert Bauers Einfluss auf die nachfolgende Theologiegeschichte. Erstveröffentlichung in: Klaus-Michael Kodalle (2010): Bruno Bauer (1809-1882) ein "Partisan des Weltgeistes"?, S. 75-84, Würzburg: Königshausen & Neumann


Elchasai und die Häresie des Kolosserbriefes

Hermann Detering

12. Juli 2012 - Die Bestimmung der Irrlehrer des Kolosserbriefs führte bisher zu negativen Resultaten, weil die Exegeten von der nicht beweisbaren Voraussetzung einer Entstehung des Schreibens in der zweiten Hälfte des 1. Jahrhunderts ausgingen. Richtiger wäre es, von den religionsgeschichtlichen Parallelen im 2. Jahrhundert zu einer Datierung des Schreibens fortzuschreiten. Zahlreiche Parallelen zwischen kolossischer Irrlehre und der im 2. nachchristlichen Jahrhundert entstandenen judenchristlichen Sekte des Elchasai können zeigen, dass wir es dabei offenbar mit ein und derselben Gruppierung zu tun haben. Nicht nur sind beide Häresien durch die Synthese von Beschneidung und Stoicheia-Dienst charakterisiert, für die sonst jede religionsgeschichtliche Analogie fehlt. Es kann überdies auch wahrscheinlich gemacht werden, dass Kol 2:18 Kenntnis des Buches Elchasai voraussetzt.                     >>>

So far, the exegetes’ attempts at identifying the heretics in the Epistle to the Colossians have failed because they started from the unprovable assumption, that the letter had originated in the second half of the 1st century. A better approach would take as its starting-point the parallels found in 2nd century history of religion, and proceed from there in order to finally come to a dating of that letter. A great many parallels between the Colossian heresy and the Jewish-Christian sect of Elchasai that came up in 2nd century clearly show that those groups are identical. Not only is the synthesis of circumcision and the cult of the στοιχεῖα, of which there isn’t any analogy elsewhere in the history of religion, a feature of both heresies; one can moreover demonstrate it to be probable that Col. 2:18 presupposes knowledge of the Book of Elchasai.   >>>


Interview 30 Sep 2011 - 11:29 Nr. 12044

Neue Zweifel an der historischen Existenz Jesu

(hpd) Jesus von Nazaret gilt heute auch selbst vielen Atheisten als historisch belegte Person. Hermann Detering, promovierter Theologe und Pfarrer im Ruhestand, hingegen ist nicht dieser Auffassung. In seinem neuen Buch „Falsche Zeugen. Außerchristliche Jesuszeugnisse auf dem Prüfstand“ zeigt er, dass auf die als Belege für die Existenz Jesu herangezogenen antiken Quellen kein Verlass ist.

Sehr geehrter Herr Detering, hat Jesus wirklich gelebt? Die meisten Theologen halten die historische Existenz von Jesus von Nazaret durch biblische wie außerbiblische Zeugnisse hinreichend belegt. Sie sind anderer Meinung?

Man sollte sich durch so viel Einmütigkeit nicht einschüchtern lassen. Für mich galt und gilt immer der Satz Bertrand Russells, dass dort besondere Vorsicht angebracht ist, wo sich alle Experten
einig sind...          Weiter                   
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Jetzt erschienen:

Hermann Detering: Falsche Zeugen  
- außerchristliche Jesuszeugnisse auf dem Prüfstand
Alibri-Verlag  2011

Hat Jesus wirklich gelebt? Nach Ansicht der meisten Theologen und Historiker ist die geschichtliche Existenz Jesu von Nazaret nicht nur durch christliche, sondern auch durch außerchristliche Quellen klar bezeugt. Als „Kronzeugen“ gelten vor allem die antiken Historiker Josephus, Tacitus, Sueton sowie der römische Literat und Statthalter von Bithynien, Plinius der Jüngere.
Moderne Untersuchungsmethoden lassen die Ursprünge des Christentums in einem neuen Licht erscheinen. Stammt das Testimonium Flavianum, in dem vom „weisen Mann“ Jesus die Rede ist, tatsächlich aus der Feder des Josephus? Hat es die neronische Christenverfolgung wirklich gegeben? Handelt es sich beim „Chrestus“ des Sueton um Jesus? Wie authentisch sind die „Christenbriefe“ des jüngeren Plinius?
Es zeigt sich, dass die angeblichen „Jesuszeugnisse“ weder einen historischen Jesus von Nazaret noch die Existenz eines frühen Christentums im 1. Jahrhundert bezeugen können. Die negativen historischen Resultate werfen die Frage nach der Bedeutung der Geschichte für den christlichen Glauben auf.

Aus dem Inhalt

Christliche Interpolationen bei Flavius Josephus * Tacitus: Der Brand Roms und die „neronische Christenverfolgung“ * Plinius der Jüngere – Christenverfolgung in Bithynien * Leben und Werk des jüngeren Plinius * Sueton: Christus in Rom - Sueton und seine Biographien römischer Kaiser * Mara bar Serapion: der „weise König“ * Thallus: Ein Hinweis auf die Passionsgeschichte? * Das Schweigen nichtchristlicher Quellen

    Verlagsinformationen

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Inhaltsverzeichnis

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Probekapitel

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Mara bar Serapion und Arnobius

Erst vor wenigen Wochen entdeckte ich bei Arnobius (4. Jh. n. Chr.) eine bisher noch ganz unberücksichtigte  Parallele zum Brief des Mara bar Serapion. Sie ist ein erneutes Indiz für die schon von Kathleen McVey aufgestellte These, dass der Brief des Mara bar Serapion erst aus dem vierten nachchristlichen Jahrhundert stammt.

Hier die Stelle bei Arnonius  sowie ein kurzer Kommentar.
 


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Zitat:


 


 
Wie oft habe ich Ihnen gesagt, dass, was übrigbleibt, wenn Sie das Unmögliche ausgeschieden haben, und mag's auch noch so unwahrscheinlich sein, die Wahrheit sein muss? 

 

Sherlock Holmes  

 


Autorenseite

Die beiden Adressen  www. radikalkritik.de und hermann-detering.de verweisen jetzt auf unterschiedliche Web-Seiten.  Letztere bezieht sich von nun an auf meine - noch im Aufbau befindliche - Autorenseite mit Hinweisen auf neueste Projekte, Bücher und Texte.

HD - 13.10.2012


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...die protestantische Skandalerscheinung des letzten Jahres - Roger Thiede, FOCUS

Kuckucksei - Der Wahnsinn hat Methode - Prof. Eta Linnemann

Auf F. C. Baur folgte ein Bruno Bauer und auf Rudolf Bultmann ein Herbert Braun. Man könnte hinzufügen: auf Schmithals ein Detering  - Prof. M. Hengel

Detering ist kein Sensationsjournalist vom Kaliber des unseligen Tandems Baigent/Leigh. Seine Thesen verdienen eine ernsthafte Auseinandersetzung - Pfr. Fritz Gloor, Reformiertes Forum


Inhalt

Paul-Louis Couchoud

Neu: Origins, the 2nd Century (by Stuart Waugh)
Rekonstruktion des marcionitischen Urtextes paulinischer Texte



Rekonstruktion der marcionitischen Fassung
des 1. Korintherbriefs - von Stuart Waugh

"Falsche Zeugen" - Rezensionen:

Leseempfehlung

Elchasai und die Häresie des Kolosserbriefes

Arthur Drews A New Presentation by R.O. Orlean - Aug. 23d, 2012


3. 4. 2012
Christ sein, die zweite -  Küng und sein Jesus neu

(hpd) Interview 30 Sep 2011 - 
Neue Zweifel an der historischen Existenz Jesu

Lieber Doktor Detering

Adieu, Plinius!

7. 11. 2011 Mara bar Serapion und Arnobius

25. 10.2011 Falsche Zeugen - Ein Leserbrief

伪造的保罗与中国何干?
21. Juli 2011 Der Gefälschte Paulus - und China. Ein Gespräch mit Zhiping Jia.

2./3. April 2011 Biblioblogger beweisen: Frühchristliche Blei-"Ringbücher" sind simple Fälschungen

18. März 2011 Radikalkritik und die Sehnsucht nach "mehr" - ein Email-Wechsel

2. Februar 2011
Prof. Mark Goodacre und die Jesus-Mythicists

"Eine Art Metamorphose des Menschlichen" - „Der Historische Jesus“ von Gerd Theißen und Annette Merz

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