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Jan Beaufort, Würzburg

Arius und Ali -  Über die iranischen Wurzeln des Christentums und die christlichen
Wurzeln des Islam - Eine Antwort auf Zainab A. Müller von Jan Beaufort  

„Arius“ hat nie wirklich existiert, sondern war eine ins 4. Jh. rückprojizierte historische Fiktion. Hauptziel des theologischen Konstrukts war die Verketzerung einer mächtigen antitrinitarischen und antikoptischen Bewegung, die unter Justinian verboten wurde. Sie ist identisch mit der heute noch existierenden Shi’at 'Ali, der Partei des Erhabenen.

Arianer und Aliden  - Über die gnostischen Ursprünge des Christentums und der Shi'at 'Ali 

Die in ZEITENSPRÜNGE 2/2008 verteidigte These, nach der mit den (spätestens seit Kaiser Justinian verketzerten) Arianern auch die heute noch existierenden Schiiten gemeint waren, ist nicht nur auf Zustimmung gestoßen. Mehrere kritische Stimmen waren vernehmbar, in privater Korrespondenz wie in der Öffentlichkeit. Insbesondere Andreas Birken hat Bedenken geäußert – zunächst im Weimarer Vortrag und dann in einem ZS-Artikel [Birken]...


Peter Carls, Kiel

Wer sind Syzygos, Euodia und Syntyche in Phil 4,2? Kiel 1995

Als pdf-Datei (115 KB):  Wer sind Syzygos, Euodia und Syntyche in Phil 4,2f?, Kiel 1995, pdf

Im Rahmen der Hypothese, der Philipperbrief sei ein Schreiben des Apostels Paulus, hat die historisch-kritische Exegese die Namen Phil 4,2f als Namen historischer Personen gedeutet. Als paränetische Allegorien erklärt sie hingegegen eine strukturelle Analyse des Briefes, die zugleich wahrscheinlich macht, daß der Philipperbrief ein Pseudepigraphon ist.  

Englische Version in: Identifying Syzygos, Euodia, and Syntyche, Philippians 4:2f: Journal of Higher Criticism 8/2 (Fall 2001)


Michael Conley, Erfstadt-Lechenich

Michael Conley: Marcions Stellung im frühen Christentum. Ein politisches Machtspiel. Erfstadt-Lechenich 2000

Die sog. Briefe des Paulus und die Apostelgeschichte vor dem Hintergrund der kirchenpolitischen Auseinandersetzungen zwischen Katholizismus und Marcionitismus im 2. Jahrhundert. 

English version: MARCION'S PLACE IN EARLY CHRISTIANITY: A POLITICAL POWERPLAY Center for Marcionite Research - D.J. Mahar, USA.


Hermann Detering, Berlin   

   

Hermann Detering: Judas und das Judas-Evangelium, 2005 (pdf) 

English summary by Klaus Schilling

Siehe dazu: Gospel of Judas: Question of authorship (Detering) and Ireneaus on the Cainites

   Vgl. die Veröffentlichung vom selben Verfasser: Der Judasbrief - die kirchliche Antwort auf das Judas-Evangelium, in: Homiletisch-liturgisches Korrespondenzblatt 24 (2006/2007) 88, 43-47


Hermann Detering: Die lukanische „Weinregel“ 5,39 – eine antimarcionitische Glosse? 2006


Der Galaterbrief in seiner ursprünglichen Gestalt

I. Vorwort.

II. Der Text, Berlin 2000  pdf

III. Deutsche  Übersetzung, Berlin 2000  

 A RECONSTRUCTION OF MARCION'S TEXT TO THE GALATIANS
English version of the translation by Hermann Detering provided by Frans-Joris Fabri (based on RSV)  

IV. Erläuterungen, Berlin 2000  pdf - 515 KB

The Original Version of the Epistle to the Galatians - Explanations, translated by Frans Joris Fabri, 2003 - English translation of: "Erläuterungen" - pdf


In der vorliegenden Arbeit wird zunächst die marcionitische Rezension des Galaterbriefes anhand von Kirchenväterzitaten rekonstruiert. Darauf wird nachzuweisen versucht, daß der marcionitische Text nicht, wie allgemein angenommen, eine Verkürzung des katholischen, sondern umgekehrt der katholische eine Erweiterung bzw. Überarbeitung des marcionitischen Textes darstellt.  

Zum Ganzen vgl. auch D. J. Mahar: 
Van Manens Rekonstruktion des Galaterbriefs (englische Übersetzung)
TO THE GALATIANS


Der Römerbrief in seiner ursprünglichen Gestalt  (pdf) 2005

1 a)   Einleitung 

1 b)   Rekonstruktion 

2    Übersicht über die marcionitischen Textvarianten zum Römerbrief 

3    MR und KRed – unterschiedlicher Sprachgebrauch - Tabellen - 
Marcionitische und Katholische Rezension des Römerbriefs – ein Vergleich


4    Rekonstruierter Text

5    Deutsche Übersetzung
5a)  MR und KR synoptisch

5b)  MR 

6. Anhang: Echte und vermeintliche Pauluszitate bei den Apostolischen Vätern 

7. Literatur

Der Römerbrief gilt als das längste und theologisch bedeutendste Schreiben des Paulus. Allerdings enthält die Schrift in ihrer heutigen (kanonischen) Form eine Reihe kaum lösbarer innerer Widersprüche. Da der Verfasser in seinem Schreiben Heidenchristen anredet und im wesentlichen eine Auseinandersetzung mit dem Judentum führt, wird oft vom  „Doppelcharakter“ bzw. der „Janusgesichtigkeit“ des Briefes  gesprochen. In der Untersuchung: Der Römerbrief in seiner ursprünglichen Gestalt versuche ich zu zeigen, dass die innere Widersprüchlichkeit nicht theologisch, sondern literar-, bzw. textkritisch erklärt werden muss. Der ständige Perspektivwechsel, das unterschiedliche sprachliche Niveau und die theologischen Differenzen müssen vor dem Hintergrund zweier unterschiedlicher Textschichten bzw. Rezensionen verstanden werden, einer längeren katholischen und einer kürzeren marcionitischen. Entscheidend ist die Erkenntnis, dass die marcionitische Version keineswegs eine tendenziöse  Überarbeitung der katholischen darstellt, wie bisher allgemein angenommen, sondern letztere das Resultat der umfangreichen Redaktion eines ursprünglich marcionitischen Textes.  Erst die Einsicht in diesen, durch die  deutsche Forschung des 19.und 20. Jahrhunderts (Zahn, Harnack) verdunkelten, bis heute nicht erkannten Sachverhalt ermöglicht ein historisches Verständnis der Paulus zugeschriebenen Epistel.


Die Gegner des Paulus im Galaterbrief


Der Aufsatz wird zur Zeit überarbeitet
 


Die synoptische Apokalypse (Mk 13par) - ein Dokument aus der Bar Kokhba-Zeit, Berlin 2000 

Als pdf - Datei (396 KB): Die synoptische Apokalypse (Mk13par) - ein Dokument aus der Bar Kokhba-Zeit, Berlin 2000, pdf

Der Aufsatz geht der Frage der Datierung der sog. Synoptischen Apokalypse (Mk 13par) nach. Eine Reihe von Indizien belegt, daß die Apokalypse offenbar nicht im ersten, sondern erst im zweiten Jahrhundert n.Chr. - zur Zeit des Bar Kokhba-Aufstandes - entstanden ist. 

Englische Übersetzung: The Synoptic Apocalypse (Mark 13 par): a document from the time of Bar Kochba

The thirteenth chapter of the Gospel of Mark belongs to those texts of the New Testament which have been examined particularly often in recent times. Despite many differences in detail, a certain consensus is apparent between exegeses in so far as they all assume that the text in question, the so-called “Synoptic Apocalypse”, arose either in the first or the second half of the first century. This investigation, however, will show that there are a number of factors which exclude such a dating and that numerous of clues indicate rather an origin in the time of the Bar Kochba uprising (132-135 CE)...

continue (pdf)

Veröffentlicht in: Journal of Higher Criticism, 7/2 (Fall 2000), 161-210

Eine Auseinandersetzung mit den Thesen des Aufsatzes in:

Was Detering Right about the Date of Mark? von Michael Turton


Marcion - Peregrinus, Berlin 2000  Ist Lukians Schrift „Über das Lebensende des Peregrinus" eine Marcion-Satire?

Is Lucian’s „On the Death of Peregrinus”a Satire on Marcion? Translated by Frans-Joris Fabri/R. Berkeley,  Berlin 2004 pdf

Im Mittelpunkt dieses Aufsatzes steht der  Titelheld der lukianischen Satire „Über das Lebensende des Peregrinus": Peregrinus Proteus. Es wird zu zeigen versucht, daß es sich dabei um einen marcionitischen Christen handelte. Darüberhinaus können zahlreiche Parallelen zur Biographie des Häretikers Marcion nachgewiesen werden.

Veröffentlicht in Journal of Higher Criticism, 3/2 (Fall 1996), 163-193


Die Paulusbriefe in der Holländischen Radikalkritik, Berlin 1996

Deutsche  Version des Aufsatzes: The Dutch Radical Approach to the Pauline Epistles, Journal of Higher Criticism, Vol. 3, No. 2, (Fall 1996), 163-193. http://www.depts.drew.edu/jhc/  

Als pdf - Datei (220 KB): Die Paulusbriefe in der Holländischen Radikalkritik 1996 pdf


De Hollands–Radicale Benadering Van De Paulijnse Brieven, 1996 - Nederlandse vertaling: Ds. J.H. Ritzema Bos†

pdf-Version: Hermann Detering: De Hollands–Radicale Benadering Van De Paulijnse Brieven, 1996 Nederlandse vertaling: Ds. J.H. Ritzema Bos†

Ein Überblick über die Holländische Radikalkritik, ihre Repräsentanten und ihre Erforschung der paulinischen Schriften. Im Mittelpunkt des Schlußteils steht die Frage nach der gegenwärtigen Aktualität der Holländischen Radikalkritik.

Artikelreihe in ZWINGLI, Principieel-Vrijzinnig en Unitarisch Maandblad, mehrere Nummern, beendet 1996, 51e Jaargang


Der erste Clemensbrief und die Ignatianen in der Holländischen Radikalkritik, Berlin 1992

Die holländische Radikalkritik sah sich im Rahmen ihrer Unechtsheitshypothese damit konfrontiert, eine Erklärung dafür zu geben, daß sowohl I Clem als auch die Ignatianen deutlich Kenntnis der Paulusbriefe verraten.

English-Translation:  1 Clement and the Ignatiana in Dutch Radical Criticism, Berlin, Translated by Frans-Joris Fabri - pdf


Der Geist ist frei!  - Albert Kalthoffs freigeistiges Engagement als Pastor an der St. Martini-Kirche in Bremen, Schriftsteller und Präsident des Deutschen Monistenbundes.
Vortrag von Hermann Detering, gehalten in der Villa Ichon, Bremen 15. Juni 2006

Vgl. 1 Hermann Detering: "Et hic dii sunt - Auch dieser Ort ist ein heiliges Land!" Ernst Haeckel und Albert Kalthoff - Eine Wahlverwandschaft? In: Arnher E. Lenz u. Volker Mueller, Darwin, Haeckel und die Folgen - Monismus in Vergangenheit und Gegenwart, Neustadt 2006, S.208ff. -


Das Grab des Paulus – oder: Viel Lärm um nichts

Berlin, 19. Dezember 2006. Wie man hört, soll der vatikanische Chefausgräber Giorgio Filippi in der römischen Basilika Sankt Paul den Sarkophag des Paulus lokalisiert haben. In den meisten Medien wird der Fund als große Sensation gefeiert. „Grab des Apostels Paulus in Rom entdeckt“ heißt es – mal mit, aber meistens ohne Fragezeichen. Für Paul Badde von der „Welt“ (6. Dezember 2006) ist die Entdeckung gar „unendlich viel bedeutsamer … als jedes neue und allerprächtigste Pharaonengrab“. Solche Superlative sind derzeit nicht selten. Oft steckt dahinter allerdings nur ein beträchtlicher Mangel an kritischem Bewußtsein oder christlicher Allgemeinbildung...     Weiter


Gnosis, Marcionitismus und die Spätdatierung der Paulusbriefe

Als pdf-Datei

Anhang: Echte und vermeintliche Paulus-Zitate bei den Apostolischen Vätern und Apologeten (ohne Diognetbrief) -pdf

Was bedeutet die Frage nach der Existenz einer vorchristlichen Gnosis für die Entstehung der paulinischen Literatur und deren Echtheit? Wie läßt sich die radikale Spätdatierung der Paulusbriefe in den Rahmen der Geschichte des 1./2. nachchristlichen Jahrhunderts einpassen? 


Turmel redivivus - Die Ignatianen als marcionitische Pseudepigrapha, 2007

Die Selbstverständlichkeit, mit der die Mehrzahl der Theologen heute die Sammlung der sieben ignatianischen Briefe (der Mittleren Rezension) als authentische Dokumente aus der Hand des legendären syrischen Märtyrerbischofs betrachtet, ist kritischen Forschern früherer Generationen nicht immer zueigen gewesen. Man braucht keineswegs auf Calvin zurückzugehen, der die ignatianische Literatur insgesamt als Fälschung bzw. „Narrenposse“ abtat. Besonders das 19. Jahrhundert weist eine Reihe ehrenwerter protestantischer Wissenschaftler von Ferdinand Christian Baur und Gustav Volkmar bis hin zu Adolf Hilgenfeld auf, die die im Namen des Ignatius überlieferte Literatur, einschließlich der  Briefe der Mittleren Sammlung, gründlich prüften – und für zu „leicht befanden“ bzw. in ihnen Fabrikate der frühchristlichen Pia Fraus zu erkennen glaubten...

Vgl. dazu die Karte


Frank McGuire, Victoria, BC, Canada 

Frank McGuire ist u.a. Autor einer gerade erschienenen Biographie über Manfred Freiherr von Richthofen: The many deaths of the Red Baron/ - Calgary : Bunker to Bunker Pub., 2001.

The Posthumous Clash Between Peter and Paul, 2001

Der Streit zwischen Petrus und Paulus in Antiochien als Fiktion eines (prä-) marcionitischen Autors mit dem Zweck, den Paulus der Apostelgeschichte zu diskreditieren. McGuire nennt neue Indizien für seine seit den sechziger Jahren (im Hibbert Journal) vertretene These einer Abhängigkeit des Galaterbriefes von der Apostelgeschichte.


Stephan Huller - USA

POLYCARP THE STRANGER: A PORTRAIT IN SAINTHOOD AND SATIRE, 2006
 

In seinem Aufsatz bemüht sich Huller um den Nachweis, daß sich hinter der lukianischen Gestalt des Peregrinus Proteus in Wahrheit Polycarp von Smyrna verbirgt. 


Darrell J. Doughty, Madison NJ, USA

Paulinische Paradigmen und die Frage der Echtheit der Paulusbriefe , Madison NJ 1996

Aus dem Englischen übertragen von Hermann Detering. Erstveröffentlichung: Pauline Paradigms and Pauline Authenticity: JHC 1 (Fall 1994), 95-128; © Institute for Higher Critical Studies, 1996. http://www.depts.drew.edu/jhc/

Als PDF-Datei (292 KB):  Paulinische Paradigmen und die Frage der Echtheit der Paulusbriefe pdf 

In seinem programmatischen Aufsatz zeigt der amerikanische Wissenschaftler Darrell J. Doughty, daß die bisherige Paulusforschung in einer systemimmanenten Krise steckt, aus der sie sich nur dann befreien kann, wenn sie bereit ist, sich neuen Konzeptionen und Paradigmen - unter Einbeziehung des radikalkritischen - zu öffnen. 


 Muhammad Kalisch, Münster

Der Münsteraner Lehrstuhlinhaber für Religion des Islam, Prof. Muhammad Kalisch, zuständig für die Ausbildung islamischer Religionslehrer in Deutschland, hat mit einer persönlichen Stellungnahme in den eskalierenden "Karikaturenstreit" eingegriffen.  Kalisch, der sich selber als "zaiditischen Schiiten" bezeichnet (die zaiditische Schia ist eine rationalistisch geprägte Strömung innerhalb des Islam), fordert Selbstkritik sowohl von islamischer wie auch nichtislamischer Seite und eine Rückkehr zum friedlichen Dialog.

Weiter zur ausführlichen Stellungnahme- pdf.

Mohammad Kalisch: „Islamische Theologie ohne historischen Muhammad - Anmerkungen zu den Herausforderungen der historisch-kritischen Methode für das islamische Denken" Als PDF-Dokument

Solidaritätserklärung und Unterschriftenliste


Robert M. Price, Madison NJ, USA

Website: http://robertmprice.mindvendor.com/


 

Simon von Samarien

Aus dem Englischen übertragen von Hermann Detering. Erstveröffentlichung: The Scroll of Thoth. Simon Magus and the Great Old Ones, 1997, S.  xii-xxi

Robert M. Price geht in seinem Aufsatz der Identität des Simon Magus und seinem Verhältnis zu Paulus nach. Sein Ergebnis: Simon wurde in späterer Zeit als ein "Ersatzmann" des Paulus benutzt, auf den Vorwürfe projiziert wurden, die  sich ursprünglich auf Paulus bezogen


The Evolution of the Pauline Canon

Erstveröffentlichung: Hervormde Teologiese Studies,  Number 1&2 June 1997, 36-67

"The first collector of the Pauline Epistles had been Marcion. Of the epistles themselves, he is probably the original author of Laodiceans, the Vorlage of Ephesians) and perhaps of Galatians, too. Like Muhammad in the Koran, he would have read his own struggles back into the careers of his biblical predecessors. Marcion adapted the now-lost Ur-Lukas and combined it with his ten-letter Pauline Corpus to form the Apostolicon."

Neu: Роберт М. Прайс: Эволюция Павлова канона


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