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„Dr. Bauer schaut immer bis Afrika“
Aus: Agathe Nalli-Rutenberg: Das alte
Berlin. Erinnerungen, 1912 (S. 58)
Häufig trafen wir dann Egbert im Garten oder im Felde, wo er, mit großen Bauernstiefeln angetan, selbst zu arbeiten pflegte und, eine wichtige Miene annehmend, uns mit folgenden Worten empfing: „Ja, sehen Sie, hier stehe ich nun im Mist und arbeite im Mist! Der Mist ist die Hauptsache; ohne ihn könnten wir nicht existieren: Der Mist ist’s, der uns erhält!“ Da kam dann auch Bruno aus seiner Zelle heraus, in der er eifrig den Tag über seinen Studien oblag, im Hausrock, die damals so gebräuchliche lange Pfeife im Munde, und hieß uns willkommen. Er hatte ein geistvolles Gesicht, dieser Bruno Bauer! Ich sehe ihn ganz deutlich vor mir, während ich dieses schreibe. Seine Augen waren die eines tiefen Denkers, eines Philosophen, der den größten Teil seines Lebens in einer hohen geistigen Sphäre geweilt. Diese Augen schienen immer in weite, weite Fernen zu blicken, über alles Kleinliche, was in der Nähe war, weit weg. Wir Kinder meinten scherzend: „Dr. Bauer schaut immer bis Afrika“
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